Völlig losgelöst von der Erde

Feuilleton | Porträt: Matthias Dusini | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Der slowakische Künstler Stano Filko schuf ein beein-druckendes Paralleluniversum. Ein Besuch in seiner Raumstation in Bratislava

Das Tagwerk des Künstlers Stano Filko beginnt mit einer Körperdrehung. Er wälzt seinen massigen, in einer pinkfarbenen Trainingshose steckenden Körper zum Bettrand, wo das Werkzeug bereitsteht: Schraubenzieher, Pinsel, Plastikflaschen, Bücher, eine Zange, Farben.

"Nehmen Sie Ihren Stift und schreiben Sie: Ich wurde am 15., 14. und 13. Juni 1937 geboren. Es war der Übergang von der fünften in die vierte und weiter in die dritte Dimension“, sagt er zum Auftakt des Interviews in dem kleinen Haus an der Peripherie von Bratislava, wo mit seiner Gattin Beata lebt.

Filko ist neben dem 2007 verstorbenen Július Koller die zentrale Figur der slowakischen Gegenwartskunst. In den 1960er-Jahren knüpfte er durch seine Environments und Aktionen an die Tendenzen der westlichen Neoavantgarde an.

In den Jahren der Repression nach dem gescheiterten Prager Frühling von


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