Propaganda im Dienste der Humanität

Feuilleton | Filmkritik: Michael Pekler | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Mit "In the Land of Blood and Honey“ gibt Angelina Jolie ihr Regiedebüt als UN-Sonderbotschafterin

Weil inszenierten Bildern nicht zu trauen ist, muss man in Spielfilmen oft Texttafeln lesen, die als die Wahrheit hinter den Bildern verstanden werden wollen. "In the Land of Blood and Honey“ beginnt mit einer solchen Einblendung, die uns wissen lässt, dass Serben, Kroaten und Muslime unter Josip Tito noch in Harmonie zusammenlebten.

Man sieht eine junge Frau in einem schönen Kleid und einen jungen Mann in einer Uniform beim Tanzen. Die bosnisch-muslimische Malerin Ajla (Zana Marjanoviæ) und der serbische Polizist Danijel (Goran Kostiæ) kommen einander näher, als plötzlich eine Bombe das Tanzlokal in ein Trümmerfeld verwandelt und der Bosnienkrieg ausbricht.

Die sich bis heute hartnäckig haltende Behauptung, im ehemaligen Jugoslawien seien Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen bloß "zugedeckt“ worden, ist nachweislich falsch. Das weiß auch dieser Film, weshalb die erste


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