Der Saubartl vom Yppenplatz

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Der Wahlwiener Manfred Rebhandl schreibt Schund, für den sich niemand genieren muss - auch nicht der Autor

Ich finde White-Trash-Geschichten, wo sich jemand um kleine Häppchen im Leben bemüht, viel interessanter als langweilige Leute aus dem siebten Bezirk“, gibt Manfred Rebhandl die Koordinaten durch. Die Vorstadt ist sein Revier. Aus einer oberösterreichischen Kleinstadt kommend, lebt er seit langer Zeit knapp außerhalb des Gürtels - zuerst am Brunnenmarkt, jetzt hinter der Stadthalle. Er hält die Stellung, auch wenn die meisten Pornokinos zugesperrt haben und nun Kinderwägen die Gehsteige blockieren.

Die Wohnung des Autors macht einen standesgemäß abgerockten Eindruck. Nicht ins Bild passen will auf den ersten Blick, dass der Meister Wert auf sein Äußeres legt. Stets trägt er ein gut sitzendes - oder zumindest farblich originelles - Hemd. Am Küchentisch hat er einen Teller mit Krapfen vorbereitet. Später wird Rebhandl neben launigen Rotlicht-Anekdoten ("das Pink Flamingo


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