Buch der Stunde

Gebote sind dazu da, gebrochen zu werden

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Bei so vielen Neuerscheinungen zum Thema lag die Idee wohl in der Luft: 42 Autoren geben mit jeweils zehn Geboten des eigenen Schreibens die Quintessenz ihrer Kunst preis. Von Margaret Atwood über Thomas Glavinic und Sten Nadolny bis Juli Zeh ergeben sich dabei naturgemäß Auffassungsunterschiede; zum Beispiel darüber, ob man das Ende kennen soll oder nicht. Manches Gebot kommt praktisch daher, manches augenzwinkernd, manches stenogrammartig, manches ausführlicher. Die drei am häufigsten genannten Gebote lauten: Immer ein Notizbuch bei sich zu führen; nur das schreiben, was man selbst gerne lesen würde; und: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden!

Der handliche Band mit der Anmutung des berühmten Moleskine-Notizbuchs lässt hinten, vor den Kurzbiografien der Autoren, Platz für Anmerkungen und eigene Gebote. Hier ein kleines alphabetisch geordnetes Best-of, der Vorgabe gemäß auf zehn begrenzt: "Während du einen Roman schreibst, lies nur Sachbücher und Comics“, "Schreibe nie


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