Schöner wie ein Aff

Stadtleben | Salonbesuch: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Männer gehen neuerdings auch in den Beautysalon. Wo soll das hinführen?

Leberwurstmaske ins Gesicht und Salamirädchen gegen Augenfalten. Fertig. Es darf sich auf Häme gefasst machen, wer erzählt, er sei gerade auf dem Weg in einen Schönheitssalon ausschließlich für Männer. Eh nur testweise.

Kürzlich hat Andreas Nagy in der Wiener Innenstadt seinen Männerschönheitssalon eröffnet. Modernmale heißt das Geschäft, und der Name ist Programm. Nagy, der weder Kosmetiker ist noch Friseur, hat lange über Konzept und Zielgruppe nachgedacht. Und über das Tabu "gepflegter Mann“. Ein Mann, der auf sich schaut, Cremen und Tiegelchen im Badezimmer stehen hat und dort morgens länger als zwei Minuten braucht, gilt als eitel. Und Eitelsein ist doof. "Was ein Mann schöner ist wie ein Aff, ist ein Luxus“, ließ schon Friedrich Torberg seine "Tante Jolesch“ sagen. Die Tante hat natürlich vollkommen Recht.

Trotzdem gehen Männer gerne zum Friseur - und neuerdings also zu Modernmale. Das


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