Wir wissen, was du kassiert hast

Stadtleben | Analyse: Johann Skocek | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Gerichtsfall GAK: Trotz Schwarzgeldzahlungen droht Ex-Spielern keine Steuernachzahlung

Selbstverständlich waren sie daran interessiert, unversteuertes Geld zu bekommen.“ Die Diktion in der Beschuldigteneinvernahme ist eindeutig. "Sie“ sind ehemalige Spieler des Fußballmeisters von 2004: GAK. Die Begünstigten erschienen im Klubbüro, erhielten die Scheine auf die Hand und quittierten die Auszahlung auf einer vorbereiteten Liste mit ihrer Unterschrift.

2007 hatten sich Schulden von rund 17 Millionen Euro angesammelt. Der Verein schlitterte in den Konkurs, und seither noch zwei weitere Male. Die Hauptgläubiger waren Finanzamt und Krankenkasse, die aushaftenden Abgaben wurden gemäß der Ausgleichsquote von 20 Prozent bezahlt.

Abgabenschulden

Können Spieler, die den Angaben in den Vernehmungsprotokollen zufolge nur allzu bereitwillig Geld "bar aufs Handerl“ entgegennahmen, nachträglich für die Abgabenschulden ihres Dienstgebers haftbar gemacht werden?

Grundsätzlich nein, sagt Steuerexperte


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