Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Opernring: Leben am Ufer des Touristenstroms


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Der Opernring ist zwar weder der längste noch der kürzeste Abschnitt der Ringstraße und hat auf seinen 374 Metern auch nicht so irrsinnig viel zu bieten. Die Oper halt, und deswegen ist er auch des Touristen Lieblingsring. Deshalb gelten hier auch kulinarisch andere Regeln als sonst wo.

Im Opernringhof zum Beispiel, wo der Steak-Wienerwald Maredo immer noch "Feinschmeckersteaks“ brät, ungeachtet dessen, was sich im Rest der Welt steakmäßig gerade so tut. Ein Frozen-Yoghurt-Lokal und ein Subway sind auch da, vor allem aber das X-Celsior, vor seiner Vergrößerung ein straffes Italo-Café, jetzt ein riesiges Lokal mit Komplettangebot. Immerhin: Der Espresso ist okay, man kann drei verschiedene Röstungen auch mitnehmen.

Zur kürzlich eröffneten Albertina-Passage wurde eh schon alles gesagt: schaut lässig aus, kocht auch nicht schlecht, insgesamt aber gigantomanisch. Immerhin: Den hohen Preisen wurden die Portionsgrößen mittlerweile etwas angepasst, besonders provozierende Häppchen

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