Freiheit für den Pintxo!

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Schon wieder Spießchen. Diesmal eine fast völkerrechtswidrige Fehlinterpretation

Die Schönheit San Sebastiáns zu preisen, fehlt hier definitiv der Platz. Die Concha-Bucht, an deren wunderbaren Stadtstrand sich die Grandhotels auffädeln; die wunderschönen Gassen, voller Leben, voller Heiterkeit, und nicht zuletzt die pittoreske Altstadt am Hang des Monte Urgull.

Diese Altstadt ist Heimat eines der besten Imbisse auf der ganzen Welt, des pincho, pintxo auf Baskisch. Es handelt sich dabei im weitesten Sinne um ein Stück Weißbrot, auf das mit einem Zahnstocher ein Stückchen Fisch gepinnt wird, nur halt in einer Vielfalt, dass man seinen Augen kaum trauen will: jede Muschel, jede Krabbe, jeder Fisch, die da in den herrlichen Gewässern des Golfs von Biskaya gefangen werden können, gebraten, frittiert, roh, mariniert, in Kombination mit jedem nur erdenklichen Gemüse oder Salat, immer wieder frisch auf die Bar gestellt, man nimmt, was einem gefällt - die Frustration, einfach nicht alle


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