Großmäuliges aus Wien II: Black Shampoo

Lexikon | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Rocktrio mit Blueserdung

Tight wie ein angeschwollener Finger im zu kleinen Goldring schreit der brachial hämmernde Sound des Trios“, stand einst großmäulig auf der ersten Visitenkarte von Black Shampoo.Nicht ganz zu Unrecht, wie die Debüt-EP "Curious Kid“ Ende 2010 zeigte: Die drei Wiener Mittzwanziger garagenrockten darauf so reduziert, sturschädelig und mitreißend, wie man es in dieser Form hierzulande kaum je erlebt hatte. Im Herbst vergangenen Jahres folgte das Album "Whipped Cream“. Darauf fahren Black Shampoo die Aggressivität zurück und bauen dafür die Blueselemente aus; als Orientierungshilfe bieten sich jetzt weniger Garagenbands wie The Cramps, sondern eher Sixtiesgrößen wie The Doors an - in einer etwas räudigeren Version, versteht sich. GS

Chelsea, Do 21.30


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