Film  Neu im Kino

Wieder auf Geisterfahrt: "Ghost Rider“ Nicolas Cage

Lexikon | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Stuntbiker Johnny Blaze (Nicolas Cage), der gelegentlich zum Ghost Rider mutiert, um als motorisiertes Flammenskelett mit glühender Rasselkette Vergeltung zu üben, ist zurück auf der Leinwand. Die wenigsten haben darauf gewartet - ist schließlich der erste Teil schon beim Publikum durchgefallen. Im Sequel der Marvel-Comic-Adaption, "Ghost Rider: Spirit of Vengeance“, hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges geändert.

Johnny Blaze hat sich nach Osteuropa abgesetzt. Er futtert keine Jelly Beans mehr, sondern wirft Pillen ein. Weit entfernt und medikamentös gut eingestellt, versucht der vom Teufel erschaffene Antiheld, sein Schicksal besser zu ertragen und das Monster in sich zu kontrollieren. Das Angebot des Kriegermönchs Moreau (Idris Elba), ihn vom diabolischen Fluch zu befreien, kommt da gerade recht. Er soll den Jungen Danny (Fergus Riordan) beschützen, in dessen Körper der personifizierte Beelzebub namens Roarke (Ciarán Hinds) neue menschliche Gestalt annehmen will.

Parallelen zum ersten Teil finden sich allerdings auch. Dem Vorgängerfilm ähnlich sind das unausgegorene Drehbuch, die vorhersehbare Erzählung und die aberwitzig flachen Dialoge. Der Versuch, Humor in die Erzählung zu bringen, etwa wenn wir erfahren, dass der Rider wie ein Flammenwerfer pinkeln kann, scheitert bereits im Ansatz und wirkt allenfalls albern. Immerhin ist die Fortsetzung im ästhetischen Vergleich klar im Vorteil. Mark Neveldine und Brian Taylor ("Crank“) schaffen auf technischer Ebene eine solide Actioninszenierung. Neben passablen 3-D- und Spezialeffekten kommen animierte Montagesequenzen, als ästhetische Referenz auf die zugrundeliegende Comicreihe, durchaus nett daher. Dennoch bleibt zu hoffen, dass ein dritter Teil im Ideenkosmos verpufft.

LUDMILLA DITTRICH

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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