Film  Neu im Kino

Vier gute Argumente für "Halt auf freier Strecke“

Lexikon | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Wer oft ins Kino geht, ist den Tod gewöhnt. Kurioserweise aber sind es die gewaltsamen Tode, das Morden und Meucheln, die der Zuschauer mit Gelassenheit hinzunehmen gelernt hat. Das realistisch gezeigte Sterben an einem inoperablen Gehirntumor, um das es bei Andreas Dresen geht, lässt hingegen selbst abgebrühte Kritiker schlucken. Und weil im Gegensatz zur Krimi-"Angstlust“ so ein Knödel im Hals nicht als positiv erlebt wird, gibt es wohl einige, die "so einen“ Film erst gar nicht sehen wollen. Wie soll man sie überzeugen, dass es sich lohnt, obwohl es kein Vergnügen ist?

Ein erstes Argument wäre die Schnörkellosigkeit des Films. In "Halt auf freier Strecke“ wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt. Von der schockierenden Diagnose, die das Ehepaar Frank und Simone zu Beginn erhält, über das Fortschreiten der Krankheit bis hin zum Tod konzentriert der Film seine Aufmerksamkeit ganz auf diesen Fall. Es braucht keine zusätzlichen dramatischen Verstrickungen.

Als Zweites ließe


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