Performance  Tipp Festival

Tage der Arbeit: junge Performance im Brut

Lexikon | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Schon über 20 und kein bisschen leise: Die im Brut heimische Reihe imagetanz nennt sich im Untertitel heuer "Festival für Choreografie, Performance und Arbeit“. Eröffnet wird am 2.3. mit dem zwischen Musik und Performance agierenden Kollektiv Inferno.

Ab 5.3. treffen dann in Wien lebende Künstlerinnen wie Deborah Hazler, Nanina Kotlowski und Kerstin Olivia Schellander oder Studio 5 auf internationale Newcomer wie Cuqui Jerez. Die drei Erstgenannten arbeiten in "offnature“ mit ihren nackten Körpern, die sie mittels Verfremdung von sexualisierten Darstellungen zu befreien trachten. Anschließend präsentiert der Amerikaner Andros Zins-Browne Cowboy-Karikaturen im Kampf mit einer unbeugsamen Plastiklandschaft ("The Host“). Lea Martini und Rodrigo Sobarzo de Larraechea sind in "Paramount Movement“ dem historischen Phänomen von Tanzexzessen auf der Spur. Den Doppelabend teilen sie sich zunächst mit Florentina Holzinger und Vincent Riebeek, die alles für den großen Schlussapplaus tun, und am zweiten Tag mit Magdalena Chowaniec und Krõõt Juurak.

Im Kunstraum Bernsteiner tagt derweil das künstlerische Austauschprogramm "Europe in Motion“. Handwerkliche Professionalität auf einem Quadratmeter liefern Maurer, Brandstätter und Hoffmann von Studio 5 während Daniel Kok seine Performance aus Zuschauerwünschen zusammenbastelt. Bettina Kogler, seit neun Jahren Kuratorin des Festivals, ist besonders auf die Neuinterpretation des Titels "imagetanz“ durch die Belgierin Lieve De Pourcq gespannt. Die Spanierin Cuqui Jerez bildet mit ihren "Crocodiles and Alligators“, aufbauend auf Fundstücken aus dem Backstagebereich des Brut, den krönenden Abschluss. Und wer sich vergolden lassen möchte, ist auf der "Love for Gold“- Party richtig. Bettina Hagen

Brut Wien, 2. bis 17.3.


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