Kommentar 

Wie kriminell ist der investigative Journalismus?

Mediendebatte

Falter & Meinung | Florian Klenk | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Wer bedroht den Rechtsstaat? Die Provisionsempfänger und Schmiergeldverteiler? Die Freunde von KHG?

Der Verleger Hans Jörgen Manstein liefert im Branchenblatt Horizont eine originelle Antwort: Es ist die "Amtsmissbrauch-Journaille“ von Falter, Profil, Format und News. "Beitragstäter“ seien da unterwegs, um Beamte zum Geheimnisverrat anzustiften. Manstein hat das satt.

Anders als der selige Aufdecker Alfred Worm es angeblich vorlebte, werde nicht mehr recherchiert, sondern nur noch abgeschrieben, was Behörden ohnedies schon wüssten. Der Aufdeckungsjournalismus warte bloß noch darauf, "wer in den Zimmern für Geheimnisverrat Journaldienst hat“.

Manstein ist nicht irgendwer. Der Herr Professor veranstaltet Medientage, auf denen über Qualitätsjournalismus debattiert wird. Seine Worte verdienen daher Beachtung.

Sie sind nicht nur ahnungslos, dumm und verleumderisch - Worms Bawag-Informant wurde kürzlich wegen Geheimnisverrats verurteilt -, sie verhindern auch die längst fällige


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