Ausgesondert

Lokalaugenschein: Ruth Eisenreich | Politik | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Experten fordern die Abschaffung der Sonderschulen. Ist das wirklich ein Fortschritt?

Petra Scerba ist ein Elefant. Mit der rechten Hand berührt das Mädchen im roten Jäckchen seine Nase, den linken Arm hat es als Rüssel durch die rechte Armbeuge gestreckt. "Elefanten, Elefanten / sanfte Riesen grau in grau / tanzen gerne nur zur Trommel / hören jeden Ton genau“, singt der Musiktherapeut, und Petra und ihre Mitschüler gehen im Takt im Kreis, klatschen, drehen sich und schwingen ihre Rüssel. Nicht alle tun das von alleine: Eine Betreuerin bewegt die Hände eines Buben, die andere versucht, einen zweiten zum Aufstehen zu bewegen. Plötzlich läuft ein dritter Bub zur Tür, öffnet sie, die Betreuerin stürzt ihm nach, auf dem Gang fängt sie ihn ein. Sechs Kinder halten drei Erwachsene auf Trab: Alltag in der ersten Klasse der Sonderschule Leopoldsgasse.

Solche Szenen könnten in Zukunft seltener werden. Politiker wie ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg fordern eine Abschaffung

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