Wieder gelesen 

Bücher, entstaubt

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Die Bewunderung der Griechen

Die Griechen haben es zurzeit nicht leicht. Abgesehen von der ökonomischen Verheerung, die ihr Land aufgesucht hat, eilt ihnen im Boulevard der Ruf voraus, faul und korrupt zu sein. Wie sehr solche Stereotype auf kurzsichtigen Populismus bauen, zeigt das Buch "Graecomania“. Darin wird beschrieben, wie im 19. Jahrhundert fast ganz Europa, und bizarrerweise vor allem Deutschland, bewunderungsvoll nach Griechenland geblickt hat, um die Griechen für ihren erfolgreichen Freiheitskampf gegen die Osmanen zu feiern. Laut dem Buch hat in Europa im 19. Jahrhundert kaum ein anderes Ereignis ein derart breites künstlerisch-publizistisches Echo hervorgerufen wie der Philhellenismus.

Heß/Agazzi/Decultot (Hg.): Graecomania. De Gruyter, 2009, 400 S., € 102,80


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige