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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Heinz-Christian Strache hat seine Kinder gemeinsam mit dem Kaninchen begraben. Zumindest schreibt er das so. "Haben ihn heute mit meinen Kindern begraben und uns von ihm liebevoll verabschiedet“, postete der FPÖ-Chef auf Facebook "in liebevoller Erinnerung an unseren, Schnuckl‘, welcher heute leider von uns gegangen ist!“

Da behaupte einer, die Medien hätten kein Mitleid mit der FPÖ. Denn die sonst so gescholtene Presse berichtete über das unerwartete Ableben des blauen Hasen mit dem braunen Fell mit Anstand und Empathie. Österreich veröffentlichte Schnuckls letztes Foto, die Netzzeitung Vienna schrieb: "Schnuckl, bei dem es sich offensichtlich um das Familienkaninchen handelt, war offenbar verstorben.“ Wie wahr. Trost findet Strache nicht nur bei Journalisten, auch auf Facebook: Im Hasenhimmel gebe es "saftige Wiesen, geile Hasendamen, riesige Karotten und Gurken“, ist dort zu lesen. Na dann: Rest in peace, Schnuckl.


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