Der Küniglberg muss London werden

Medien | Bericht: Laurence Doering | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Die BBC ist ein Vorbild für einen unabhängigen öffentlichen Rundfunk. Was kann der ORF davon lernen?

Ein abgekartetes Spiel. Hinter verschlossenen Türen und ohne Gegenstimme wurde Alexander Wrabetz vergangenen August erneut zum ORF-Generaldirektor gewählt. Im Stiftungsrat, dem Kontrollgremium des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, stimmten die "Freundeskreise“ der Parteien für Wrabetz. Nicht ohne Gegenleistung, wie sich bald herausstellte. Zwei Stiftungsräte - Helmut Krieghofer und Michael Götzhaber - wurden prompt mit Direktorenposten im Rundfunk belohnt. Einem dritten, Niko Pelinka, bot Wrabetz den lukrativen Job seines Büroleiters an.

Ganz anders in London. Dort wird gerade der nächste Generaldirektor der BBC gesucht - von einer Headhuntingfirma. Dies gab Chris Patten Ende Jänner bekannt. Lord Patten ist der Vorsitzende des ehrwürdigen BBC Trust, des Aufsichtsgremiums des britischen Rundfunks, vergleichbar dem österreichischen Stiftungsrat. Der Trust hat vor kurzem die Headhunter


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