Technik  

Handy, bitte zum Diktat!

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Smartphones ersetzen immer mehr Geräte des Alltags. Wer braucht noch eine Uhr, einen Wecker oder eine Schnappschusskamera? Man hat doch immer sein iPhone dabei. Nun machen Handy-Apps auch noch digitale Diktiergeräte überflüssig. Zwar hat jedes bessere Smartphone ohnehin eine Memo-Funktion, doch die Bordprogramme haben ihre Beschränkungen, etwa bei der Aufnahmekapazität und bei Editier-Funktionen. Für Profi-Aufnahmen taugten Smartphones bislang wenig, dazu brauchte es Diktiergeräte in der Preiskategorie ab 100 Euro.

Fürs professionelle Diktieren gibt es jetzt Apps wie Dictamus (iOS, 11,99 Euro). Die App fürs iPhone simuliert praktisch alle gängigen Bedienelemente auf dem Touchscreen, von der Pause-Tast bis zum Vor- und Zurückspulen innerhalb des Diktats. Man kann sogar Diktate einfügen oder überschreiben. Und die Sprachsteuerung startet die Aufnahme selbstständig, sobald man zu sprechen beginnt. Zudem kann man zwischen verschiedenen Hintergrundbildern wählen. Die Aufnahmen lassen sich in verschiedenen Formaten exportieren und bequem per E-Mail versenden oder auf Dropbox hochladen. Für Android-Nutzer gibt es mit Tape-a-Talk Pro (3,99 Euro) eine ähnlich professionelle und billigere App. Neben der Software wird mittlerweile auch Hardware-Zubehör angeboten, zum Beispiel externe Mikrofone oder Lautsprecher-Docks wie JBL On Stage, um Aufnahmen laut vorzuspielen. Spezielle Transskriptionssoftware wie F4/F5 erleichtert das Abschreiben von Diktaten.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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