Buch der Stunde

Toast Hawaii am Naschmarkt

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Einsamkeit hat viele Namen / Viele Namen und mehr als ein Gesicht.“ Was Schlagertragöde Christian Anders so prägnant formulierte, daran arbeitet sich die Österreicherin Daniela Meisel in ihrem Debütroman ab. "Gegen einsam“ greift zwei solcher Namen und Gesichter aus dem Großstadtgewirr heraus und lässt in den Alltag zweier Menschen blicken, die kaum Umgang mit anderen pflegen, deren Umlaufbahnen sich im Laufe der Handlung jedoch einander annähern.

Da ist zum einen Manuel - Mitte 30, Postbeamter und so unauffällig, dass sich niemand sein Gesicht merken kann. Als einzigen Spleen leistet er sich Toast Hawaii als Leibspeise. Ansonsten ist er so durchschnittlich, dass es weh tut. Bis die Dinge in seinem Leben die Oberhand gewinnen: Irgendwann hat er gehört, der durchschnittliche Mensch besitze - vom Geschirr bis zum Handtuch - 17.000 Gegenstände. Eines Tages beschließt er, in eine größere Wohnung zu übersiedeln und darin 34.000 Gegenstände anzusammeln.

Und da ist Maja, die in


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige