Von Disko zu Disko

Stadtleben | Reportage: Katharina Seidler | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Vielfältig wie nie, konkurrenz-beladener denn je: Wiens Clubszene wird immer wilder. Durch die Nacht mit unserer Party-Kolumnistin

Ein Uhr früh ist zu früh. Zu früh, um einen Club beurteilen zu können. Wer direkt zu einer brodelnden Party kommen will, muss in Wien bis zwei warten; zu Hause vortrinken, vorschlafen, in Bars unterwegs sein. Erst gleichzeitig mit dem Hauptact geht’s dann auf den Dancefloor.

Die Tour durch die Samstagnacht beginnt also um zwei. Das Roxy, ein in rotes Licht getauchtes Kellerlokal in der Operngasse, ist an diesem Samstag halbvoll. Die runde Bar, daneben ein paar Sitzbänke und Tische, auf der anderen Seite die Tanzfläche und das leicht erhöhte DJ-Pult; ein paar Feierwillige tanzen schon. Der Altersdurchschnitt liegt bei Mitte 20, die Gäste sind keiner Szene zuzuordnen. Sie tragen Kapuzenpullis, Ringelshirts und Sneakers ebenso wie Kleidchen und Stiefel.

Der DJ spielt Hip-Hop, elektronischen Funk und Dubstep, und wer den Text kann, singt mit erhobenen Armen


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