Kampf der Formen

Steiermark | Hausbesuche: Tiz Schaffer | aus FALTER 09/12 vom 29.02.2012

Michael Kienzer möchte das Kunsthaus bezwingen. Und im Artelier Contemporary stellt er auch aus

In seinem Vorwort zum Katalog "Logik und Eigensinn“, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung von Michael Kienzer im Grazer Kunsthaus erscheint, nennt Peter Pakesch, Intendant des Universalmuseums Joanneum, den steirischen Künstler in einem Atemzug mit Größen wie Sol LeWitt oder Ai Weiwei. Zu viel der Ehre? Gut, er vergleicht nicht ihre Bedeutung im Kunstbetrieb, sondern verweist darauf, dass diese Künstler eine "großformatige Auseinandersetzung mit der sehr besonderen Architektur“ des Kunsthauses nicht gescheut haben.

Die Umschreibung "sehr besondere Architektur“ ist ein eleganter Euphemismus für einen Ausstellungsort, der wohl die Spur zu viel an Eigencharakter aufweist. Die zweite Ausstellungsebene im Kunsthaus, der sogenannte Space 01, hat mit einem White Cube nichts am Hut, er gibt anständig was vor. Die Laufbandkonstruktion, mit der man die Ebene erreicht, setzt einen unverschämten


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