Es wird etwas weh tun. Aber nur kurz

Falter & Meinung | Kommentar: Sibylle Hamann | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Mit Widerstand ist zu rechnen: Der Bildungsvorsprung von Frauen wird sich in der Arbeitswelt niederschlagen

Es ist wieder einmal Frauentag. Am 8. März, wie immer. Neu ist, dass zum Frauentag immer weniger von den "armen Frauen“ die Rede ist. Und immer mehr von den "armen Männern“. Sollten wir nicht endlich aufhören, über längst beseitigte Benachteiligungen von Frauen zu reden, und uns viel drängenderen Problemen widmen?

Den armen Buben, die in den verweiblichten Schulen zu kurz kommen? Den armen Jungmännern, die zum Bundesheer müssen? Den armen Scheidungsvätern, die um ihre Kinder kämpfen? Und den armen Senioren, die ihr ermäßigtes Ticket für die Wiener Linien erst fünf Jahre später bekommen als Seniorinnen?

Sind all die nicht die wahren Verlierer in unserer Gesellschaft? Während die ewig jammernden Frauen Privilegien auf Privilegien stapeln?

Diese Tirade hört man oft. Man kann sie beiseitewischen, mit einer so schlichten wie wahren Replik: Seid nicht so wehleidig! Schaut


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