Kolumne  

Nicht die Schulden des Südens sind Europas Hauptproblem

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Die Niederlande sind eine Art europäisches Kalifornien. Die verrücktesten Fernsehformate, die innovativsten Sozialexperimente und die extremsten Polittrends werden zwischen Amsterdam und Den Haag erprobt. Pim Fortuyn, der charismatische Rechtsextreme, bekennende Schwule und fanatische Israel-Freund, setzte neue Standards für Europas Rechtsaußen und bezahlte mit seinem Leben.

In der Schuldenkrise spielte die rechte Minderheitsregierung unter Mark Rutte, unterstützt vom obersten Islamhasser, Geert Wilders, die Rolle des Härtesten der Harten. Keine Strafmaßnahme für Griechenland war der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone drakonisch genug.

Aber beim EU-Gipfel letzte Woche waren die Vertreter Den Haags plötzlich kleinlaut. Denn ihre Budgetziele werden die Niederlande dieses Jahr verfehlen. Der Welthandel schrumpft. Die Rezession hat die Exportnation erfasst. Der bullige Finanzminister Jan Kees de Jager, immer besonders streng gegen Budgetsünder aus dem Süden, müsste jetzt

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