Nachgesehen  

Ruth Eisenreich | Politik | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Hayır, jo, lo, ne, njet, no, non, nu: ein Protest gegen den Deutschzwang

Let’s Sprachstreik the one-language-show down!“ Mit immer strengeren Gesetzen, immer neuen Drohungen sollen in Österreich Migranten zum Deutschlernen gebracht werden. Das Recht auf die eigene Sprache und die Vorteile der Mehrsprachigkeit gehen dabei unter. Dagegen richtete sich der diesjährige Transnationale Migrantenstreik. Seit 2006 wird, ausgehend von den USA, am 1. März "für gleiche Rechte - gegen Rassismus“ protestiert, in Wien fand der Streik heuer zum zweiten Mal statt.

Den ganzen Tag über gab es quer über die Stadt verstreut Aktionen, von der Kundgebung bis zur "Streikküche“. Bei der Abschlusskundgebung mit Jamsession ist die Luft wohl schon ein bisschen draußen, nur langsam kommt bei den kaum 100 Teilnehmern Proteststimmung auf. Und dann stiehlt auch noch ein leicht verwirrter Mann mit roter Krawatte den Rednern und Musikern die Show. "Kein Mensch liebt uns!“, brüllt er ins Mikrofon.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige