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Feuilleton | Bandporträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Das Wiener Quintett 5/8erl in Ehr’n oder: Jazzer denken über das Wienerlied nach und landen beim Pop

Der Bandname ist gewöhnungsbedürftig. Höflich formuliert. Weniger höflich formuliert ist 5/8erl in Ehr’n ein ziemlicher Schaß. Weil der Name entweder allzu forciert lustig oder aber der typisch österreichischen Verniedlichung ausgeprägten Alkoholkonsums geschuldet ist.

Die Geschichte dahinter ist banal. Die Band besteht eben aus fünf Personen - und diese fünf Personen hatten während einer in der Tat feuchtfröhlichen Nacht ebenso eine Idee. Hanibal Scheutz, der Kontrabassist von 5/8erl in Ehr’n lacht, als der Bandname zur Sprache kommt. "Komm, sag deinen Satz!“, ermuntert er Max Gaier, den Sänger.

Und der lässt sich nicht zweimal bitten: "Unser Name ist das Schlechteste an der Band!“, sagt er. "Man merkt ihn sich, das ist aber das einzig Gute daran. Wir waren damals halt betrunken und fanden die Idee super. Heute halte ich 5/8erl in Ehr’n für den schlechtesten aller


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