Zwei Herzen, ein Rhythmus

Feuilleton | Musikkritik: Gerhard Stöger | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Zwei Kämpfernaturen in großer Form: Neues von Bruce Springsteen und Sinéad O’Connor

Bruce Springsteen ist der erfolgreichste US-Liedermacher der vergangenen 40 Jahre. Dass Subtilität keine Stadien füllt, weiß er sehr genau. Entsprechend klar lautet daher auch sein Credo: "Was brauche ich eine feine Klinge, wenn doch die schwere Streitaxt stets griffbereit im Vorzimmer steht!“

Sinéad O’Connor mag die erfolgreichste irische Sängerin des letzten Vierteljahrhunderts sein, in der harten Popstarwährung der Chartserfolge gerechnet ist sie aber kaum mehr als ein One-Hit-Wonder, das nach "Nothing Compares 2 U“ 1990 durchaus aktiv daran gearbeitet hat, einen zweiten Hit zu verhindern.

Bruce Springsteen umarmt die Welt, während Sinéad O’Connor sich lieber vor ihr versteckt. Er glaubt an den American Dream, sie an den Heiligen Geist. Ihm sind außermusikalische Eskapaden fremd, sie ist nicht zuletzt dafür bekannt. Kürzlich etwa machte ihre Partnersuche per Internet Schlagzeilen


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