Buch der Stunde

Von der Einsamkeit des Lebens im Kosmos

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

In Wahrheit ist doch alles einfach. Denn alles ist mit allem verbunden. Das verkünden nicht nur Fromme und Esoteriker jeder Couleur, sondern auch ein nicht unbeträchtlicher Teil der Wissenschaftler. "Vereiner“ nennt sie Marcelo Gleiser, Professor für Physik, Astronomie und Naturphilosophie am Dartmouth College in New Hampshire, und gesteht, dass er selbst ebenfalls diesem quasireligiösen Glauben "monotheistischer Wissenschaft“ anhing und auf der Suche nach der alles erklärenden einen Formel war.

Mit "Die unvollkommene Schöpfung“ versucht Gleiser nun "die Täuschung des Vereinheitlichungszaubers zu enthüllen“. Und zu zeigen, dass nicht nur die "Welt des ganz Kleinen“, also im Atom, sich sonderbar verhält und "von der unsrigen grundverschieden ist“, sondern dass alle Veränderung auf Ungleichgewicht bzw. Asymmetrie beruht, die Gleiser in den Bereichen Physik und Astronomie, Chemie und Biologie darstellt (zu denen er nebenbei einen formidablen Auffrischungskurs liefert).


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