Prost!  

Entdecke das Bier in dir. Von Waldbier und anderem Gebräu

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Almradler

Stadtleben | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Die Kelten haben es bereits gewusst: Der herbe Geschmack von Bier kann, versetzt man es mit Kräutern oder Tannenzweigen, kaschiert werden. Was den neuen Almdudler-Radler, sprich Almradler betrifft, so war die Vorfreude auf die Verkostung angesichts der Eiseskälte im Jänner nicht allzu groß, was sich nun mit den zunehmenden Temperaturen und den damit verbundenen Radausflügen ändern wird. Die bereits in den 1950er Jahren erfundene, mit 32 Alpenkräutern versetzte Traditionslimonade wurde hier in der 60/40-Mischung mit einem Märzenbier in neu designtem Gebinde abgefüllt. Der Alkoholgehalt ist mit zwei Prozent gering und soll - wie kann es auch anders sein - Frauen zum Light-Bier-Trinken bewegen. Wie das im Pressetext angepeilte urbane Zielpublikum mit dem lancierten Trachtenlogo in Verbindung gebracht werden kann, das sei dahingestellt. Dieses Getränk schmeckt nach Limo, mit Alkohol ist es merkwürdig hybrid geworden.

Ein anderes Bierkaliber ist das von der Brauerei Trumer produzierte Waldbier in limitierter Edition. Was hier nicht stimmt, ist das ganze Drumherum. Das Getränk schmeckt laut Etikett nach Marzipan und Waldfrüchten und wird in sektflaschenartigen Gebinden wie teurer Wein gehandhabt. Es handelt sich jedoch um ein nach schottischer Tradition gebrautes Strong Ale mit dem stattlichen Alkoholgehalt von 7,5 Prozent. Die zugesetzte Tanne unterstreicht den Geschmack des Bieres auf elegante Weise, was ein Lächeln auf die durstigen Lippen zaubert. Sláinte! MS


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