Interview

"Ich würde nicht sagen, dass es erfolglos war“

Extra | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Warum Protestierende nicht zu viel Hintergrundwissen haben sollten, dafür maßlos übertreiben dürfen und was unibrennt wirklich erreicht hat. Erklärt von Protestforscher Christoph Virgl.

DURST: Was macht man, wenn die Politik Protest ins Leere laufen lässt? Es gibt Protest, aber niemanden stört es?

Virgl: Die Funktion des Protests ist zu protestieren! Das ist alles. Wenn er ewig lange nicht erhört wird, stirbt er. Trotzdem ist etwas passiert: Das Thema ist in der Öffentlichkeit und man kann es nicht mehr wegignorieren - es gibt einen Diskurs.

Man kann aber wohl nicht sagen, dass die Studierenden 2009 gewonnen haben.

Ich bin schon der Ansicht, dass die Studierenden etwas gewonnen haben. Weil sie es geschafft haben in Zeiten einer derartigen Skandalhäufung mit einem bildungspolitischen Thema in die Öffentlichkeit zu kommen. Gerade in Österreich ist das bemerkenswert: Im westeuropäischen Vergleich ist Österreich eine regelrechte Protestprovinz. Und wir wissen noch nicht, wie erfolgreich


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