Meinem Zorn kann man nicht helfen

Extra | Manuel Köllner | aus FALTER 10/12 vom 07.03.2012

Regisseurin Asli Kislal will Jugendzorn inszenieren. Die Schüler wollen lieber schauspielern - zornlos. Obwohl sie durchaus Gründe haben wütend zu sein.

Stoj! Stoj! Stoj!“ Das Mädchen mit rundem Gesicht und dunkelbraunem Pferdeschwanz schreit aufgeregt. "Idi! Idi!“ Ein blasser Bursche mit dichten Augenbrauen befiehlt: "Non, à droite, à droite!“ Das Mädchen mit krausem Haar und dunklem Teint scheint zu verzweifeln - und grinst dann amüsiert. So wie alle anderen Jugendlichen. Auch die, die gerade mit zugekniffenen Augen über den Holzboden des schmucklosen Saals gelotst werden. Hier wird auf Französisch, Türkisch, Serbisch, Kroatisch und Arabisch kommandiert.

Sprachtumult

Die Multikulti-Theatergruppe kommt Aşlı Kıslal gerade recht für dieses Spiel. Die austrotürkische Regisseurin verantwortet Sprachgewirr und Gelächter. Sie bringt den Schülerinnen und Schülern der Neuen Mittelschule Koppstraße in Wien-Ottakring das Schauspielen näher. Die Regisseurin unterscheidet sich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige