Wie man leben soll

Klaus Kastberger | Literatur | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Walter Kappacher vollzieht in "Land der roten Steine“ die Synthese aus Bernhard und Handke

Wieder ein Buch, das man Freunden empfehlen kann: Walter Kappachers Reise ins Canyonland von Utah, eine menschenleere Gegend, in der man sich den Anblick der Steinformationen in langen Fußmärschen erarbeiten muss und in der diese dann wie Offenbarungen erscheinen.

Chimney Rock, Teapot und Needle nennen sich die bizarren Gebilde in The Maze, einem Labyrinth, in das bei Kappacher der Ariadnefaden eher hinein- als hinausführt. Der indianische Guide Everett weist den Kunden, den er führt, eindringlich darauf hin, auf jede einzelne Tagestour mindestens acht Liter Wasser mitzunehmen, die der alte Mann aber kaum noch tragen kann.

Jener Mann heißt Wessely, ist die Hauptfigur des Buches und stammt aus Bad Gastein, einer denkbar anderen Gegend, in der sich das Wasser tosend in die Tiefe stürzt. Gleich neben dem Wasserfall besitzt der soeben pensionierte Arzt ein leerstehendes Hotel, in dem er sich als

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