Sonntägliche Vorfreude auf den Montag

Literatur | Thomas Ballhausen | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Friederike Mayröckers "ich sitze nur GRAUSAM da“: eine poetische Prosa von bestechender Leichtigkeit

Alles blüht, zwitschert, sprießt. Wo man das neue, durch und durch grandiose Buch Friederike Mayröckers aufschlägt - und man ist versucht, dieses Buch immer wieder neu aufzuschlagen -, springen einem das Leben und die Vitalität der Natur förmlich entgegen. Fauna und vor allem Flora prägen die Naturbilder, die idyllischen Entwürfe. Fast schon möchte man diese Bilder unhinterfragt annehmen, ist die eine oder andere Blütenspur doch schon in früheren Texten der Autorin nachweisbar.

Nicht zuletzt passt ja auch die vielfach aufgerufene, bekannte Stiftungsszene ihres dichterischen Auftrags im Weinviertler Deinzendorf perfekt in diese Bilderreihe: Da gerät, wie schon oft von Mayröcker beschrieben, ein Busch in Flammen. Hier stehen nun die Blumen in voller Blüte. Benetzt von (Freuden-)Tränen der Erzählerin gedeihen sie selbst in den unwirtlichsten Gegenden.

Ist die gebotene Schönheit


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