Wege aus der Schlangengrube

Literatur | Julia Kospach | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

In ihrem Roman "Kassiopeia“ entgeht Bettina Balàka der Venedig-Klischeefalle - trotz Amore und Gondoliere

Venedig als Kulisse für einen Roman zu wählen ist eine heikle Sache. Die Fallen, die zwischen Canal Grande und Markusplatz aufgestellt sind, sind zahlreich und gefährlich. Sofort stehen die Klischees habt acht, kitschig-romantischen Szenerien und Seufzerbrücken-Sehnsüchte. Dass die Heldin in Bettina Balàkas neuem Roman "Kassiopeia“ dann auch noch ausgerechnet einem Schriftsteller dorthin nachreist, macht es nicht gerade einfacher. Schriftsteller, die es zu Schreibklausuren an die inspirierenden Gestade Venedigs zieht, gab’s und gibt es wie Sand am Meer.

Markus Bachgraben heißt der, dem Balàkas Protagonistin Judit Kalman, die wohlhabende, verwitwete und kapriziöse Erbin eines Salzburger Bauunternehmens, nachreist. Vor einigen Jahren hat er einen höchst erfolgreichen Liebesroman vorgelegt, der den Titel "Kassiopeia“ trägt. Seither ist es wieder still um ihn geworden.


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