Alles gehört dir, eine Welt aus Papier

Literatur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Lukas Meschik hat mit "Luzidin oder Die Stille“ einen im besten Sinne größenwahnsinnigen Roman verfasst

Mit dem Roman "Jetzt die Sirenen“ (2009) und dem Erzählband "Anleitung zum Fest“ (2010), beides schlanke Bücher von erstaunlicher Sprengkraft, in denen sich das radikale Denken eines jungen Hirns mit hohem Sprachbewusstsein vereinte, hat sich der Wiener Lukas Meschik (Jg. 1988) erste Aufmerksamkeit erschrieben. Jetzt legt er einen weit über 500 Seiten starken neuen Roman vor - und damit einen ordentlichen Auftritt hin, stellt ein Buch von solchem Ausmaß doch immer auch eine Ansage dar: Welt, hier bin ich.

In "Luzidin oder Die Stille“ geht es - und das nimmt in einer Zeit, in der die Erzählräume der meisten Romane sehr genau und überschaubar abgesteckt sind, schon einmal für den Autor ein - um alles: um das Erleben von Wirklichkeit im Zeitalter des sogenannten Homo communicans ("Kommuniziert werden muss alles, was stattgefunden haben will“); um Wien (das hier selbstbewusst


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige