Der Zusammenhang zwischen den Welten

Sachbuch | André Behr | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Physik: Quantenphysiker H. Dieter Zeh entdeckte die Dekohärenz und legt einen Band mit Aufsätzen vor

Naturwissenschaftler sind bekanntlich Menschen und als solche nicht frei von weltanschaulichen Vorurteilen oder Eitelkeiten. Deshalb gab es in der Physikgeschichte immer wieder Episoden, in denen Forscher mit guten Ideen einen schweren Stand hatten.

Manchmal zogen sie sich verbittert zurück, wie etwa Hugh Everett, der amerikanische Pionier der "Viele-Welten-Theorie“ Ende der 1950er-Jahre. Öfter arbeiteten sie aber beharrlich weiter, wie der Deutsche Dieter Zeh, dessen Idee der sogenannten Dekohärenz inzwischen experimentell nachgewiesen, wenn auch nicht von allen Physikern als tragfähige Lösung eines der fundamentalen Probleme der Quantenphysik akzeptiert ist.

Wellen oder Teilchen

Zeh war Mitte 30 und Dozent in Heidelberg, als er um 1968 seine Arbeit über das Messproblem in der Quantenphysik publizieren wollte und an Kollegen verschickte. Dieses Messproblem hatte anfangs der 1930er


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