Der Rhythmus und die Lust

Sachbuch | Julia Kospach | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Soziologie: Carolin Emcke beschreibt hellsichtig die Entdeckung ihres eigenen - lesbischen - Begehrens

Ehe man sich’s versieht, hat sich die Welt schon aufgespalten in zwei Geschlechter. Umkleidekabinen beim Schulsport sind solche frühen Normierungsstätten, Orte, die Eindeutigkeit verlangen und Zuordnung, "schon bevor die Körper sich dessen bewusst wurden, bevor sie eigentlich noch recht als Geschlechter entdeckt waren“. Ein "Naturgesetz ohne jede Natürlichkeit“ tritt da in Kraft, eine Einübung in eine Norm, die überhaupt nur als Norm auffällt, "wenn wir ihr nicht entsprechen“, schreibt Carolin Emcke.

Emcke, Jahrgang 1967 und vielfach preisgekrönte Journalistin, die lange Jahre für den Spiegel als Auslandsredakteurin in den Krisengebieten dieser Welt unterwegs war, arbeitet seit 2007 als Reporterin für das Zeit-Magazin. Als Journalistin beschäftigt sich Emcke vor allem mit von Kriegen und Krisen versehrten Landschaften und Gesellschaften. Sie hat aus Afghanistan, Pakistan,


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