Das Mögliche dem Unmöglichen entreißen

Sachbuch | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Philosophie: Im Gespräch mit Fabien Tarby erläutert Alain Badiou seine Philosophie des Ereignisses

Ein Gesprächsbuch als Einführung in die Philosophie? Kaum verwunderlich bei einem Philosophen wie Alain Badiou, der schon in dem Überraschungserfolg "Lob der Liebe“ (dt. 2011) einem Gegenüber Rede und Antwort stand. Badiou stellt sich bewusst in die Tradition Platons und betrachtet die Philosophie (altgr. "Liebe zur Weisheit“) in ihrem Ursprung als dialogisch.

"Wer ist Alain Badiou?“, fragt Fabien Tarby in seiner kurzen Einführung im Anhang an das Gespräch provokant. "Ein überholter Marxist? Ein Verstandesterrorist, der gefährlich nach links neigt?“ Badiou wäre kein echter Philosoph, wenn man seinem Denken mit solch einfachen Zuschreibungen beikäme. Links, ja, wobei er demonstrativ am in allgemeine Ungnade gefallenen Wort Kommunismus festhält. Soll heißen: Gleichheit ist ihm wichtiger als Freiheit.

Für Badiou (geb. 1937 in Rabat) steht die Linke in einem "Prozess der Wahrheit“,


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