Wie Zufälle das Feuer der Aufklärung anfachten

Sachbuch | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Geschichte: Manfred Geier erzählt die Geschichte der Menschen hinter der großen Idee der Aufklärung

Am Anfang einer Zeitenwende steht meist eine Idee und am Anfang einer Idee oft ein Zufall. Einer dieser Schicksalstage fiel in den Juli 1666, von der Geschichtsschreibung weitgehend ignoriert, aber in seiner Folge weitreichend. Baron Anthony Ashley Cooper litt an Schmerzen an der rechten Seite und verlangte nach mineralischem Wasser aus der Heilquelle in Astrop nahe Oxford. Weil sein Arzt keine Zeit hatte, das Wasser zu besorgen, schickte er seinen Freund los: Der hieß John Locke (1632-1704).

So lernten sich Cooper und Locke kennen: Ersterer als Schatzkanzler des englischen Königreichs einer der mächtigsten Politiker des Landes und Zweiterer ein junger Naturphilosoph und Mediziner, der bis zur Begegnung mit Cooper eine konservativ-staatsautoritäre Grundhaltung eingenommen hatte. Die gegenseitige Sympathie der beiden Männer entzündete einen Funken, der sich in ganz Europa bald zu einer


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