Im Kleinen, nein, im Kauzigen liegt das Glück

Julia Kospach | Sachbuch | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Kulturgeschichte: Der Meister des Abseitigen, Fredrik Sjöberg, folgt den Spuren des Nationalparkmalers Gunnar Widforss

Es steht zu vermuten, dass es sich bei Fredrik Sjöberg um einen hochempfindlichen Charakter handelt, der sich auch deswegen so gern an der Peripherie herumtreibt, weil ihn in der Hektik des Zentrums schnell Panik befällt. Denn dort muss man nicht, wie es Sjöberg in einem anderen Zusammenhang so schön formuliert, "wie ein Champagnerkorken in der Hauptfahrrinne“ voranschnellen und kann mit mehr Muße seinen Eigenheiten und Spezialinteressen frönen, die sich dann aber trotzdem hervorragend in großartige Geschichten umwandeln lassen. Für solche Geschichten ist der schwedische Schriftsteller, Jahrgang 1958, Experte. In ihnen liegt viel Trost.

Wenn Sjöberg etwa angesichts eines Abgrunds Schwindelgefühle zu übermannen drohen, kann er sich "bücken, um zu schauen, ob es nicht etwas zu meinen Füßen gibt, etwas so Kleines und Begrenztes, dass man bei der Beschäftigung

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