Pubertär bis ins hohe Alter

Interview: Gerhard Stöger | Lexikon | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Bock auf Remmidemmi: Die Band Deichkind fällt mit schwerem Gepäck über Wien her

Die Hamburger Technopopperformer Deichkind gastieren mit der Show zu ihrem neuen Album "Befehl von ganz unten“ in der Stadthalle. Zwischen zwei Auftritten erreichten wir Sebastian Dürre alias Porky, einen der Deichkind-Protagonisten, am Telefon.

Falter: Sie sind derzeit mit vier Sattelschleppern auf Tour. Ist der einstige Do-it-yourself-Bastelverein Deichkind heute ein Hightechunternehmen?

Porky: Ich würde eher sagen, das ist ein Messie-Zirkus mit Hang zum Größenwahn. Wir proben bei Blom & Voss im Hamburger Hafen, wo normalerweise Tanker neu gestrichen werden. Inzwischen füllen wir ganze Lagerhallen mit unserem Müll, weil wir alles aufheben, was je auf der Bühne verwendet wurde. Irgendwann soll daraus ein riesiges Deichkind-Museum entstehen.

Deichkind wirken auf der Bühne sehr anarchisch. Erfordert die Technik nicht extreme Disziplin?

Porky: Nur im Vorfeld. Wir entwickeln und bauen das nach wie vor im

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