Star Wars? Avatar? Tarzan am Mars? "John Carter“!

Lexikon | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Wie manch Fantasyheld vor ihm, bekräftigt auch dieser am Ende, wer er ist: Nicht Virginia heißt er - wie die Indigenen glauben, als sie im interkulturellen Dialog seinen Herkunftsort für einen Namen halten -, sondern John Carter. Also: John Carter vom Mars. Wie der Film, dessen Held er ist. Der heißt allerdings "John Carter - Zwischen zwei Welten“ und situiert Selbigen zwischen drei Stämmen (wovon einer aus Vierarmigen besteht), zwei Planeten, diversen dynastischen Machtspielen und 150 Eigennamen, vom Reich Zodanga bis zum Volk der Therns.

Das ist so kompliziert wie es sich liest, auch noch in 3-D und deshalb nicht gleich schlecht. Weitere Namen bürgen dafür: Die Verfilmung eines 100 Jahre alten Stoffs von Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs frönt Schwulst in ebendieser Tradition - Barbarellas Fetischlook, Conans Muckis in Ketten, Prophezeiungspathos aus "Dune“, fette Viecher aus alten "Star Wars“, Felsbauten, Schlachtschiffe und andere Parallelen zu "Avatar“. In all der Fülle bietet Regisseur Andrew Stanton mitunter Slapstick im leeren Raum, im Stil seiner Animationsfilme "Findet Nemo“ und "Wall-E“. Und sein Neo-Star heißt Taylor Kitsch, what a name! DR

Derzeit im Kino (OF im Artis und Haydn)


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