Kommentar Neun Schüsse in Wien

Warum zwei Wiener Polizeichefs vorerst schweigen sollten


Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Eine psychisch kranke Frau liegt nach einem Polizeieinsatz im Sterben. Neunmal hat ein Polizeibeamter auf sie geschossen.

Die Frau, so gibt die Polizei zu Protokoll, sei verwirrt in ihrem Badezimmer gestanden und habe einen Polizisten mit einem großen Messer verletzt, ein Pfefferspray habe nicht gewirkt, ein Schuss ins Bein auch nicht.

Der Fall ist tragisch. Die Justiz wird zu klären haben, ob die Verantwortung der Beamten stimmt oder ein Notwehrexzess vorliegt.

Glaubt man den kritischen Kräften in der Polizei, dürften die Beamten gerade noch rechtmäßig gehandelt haben. Man muss aber auch an die tödlichen Einsätze der letzten zehn Jahre erinnern, wo auch zuerst von Notwehr die Rede war, Gerichte aber chaotische und unprofessionelle Amtshandlungen verurteilten.

Vorsicht ist also angebracht. Und dennoch stößt schon jetzt etwas ganz übel auf. Die Spitzen der Wiener Polizei können es nicht lassen, solche Fälle während laufender Ermittlungen im Sinne ihrer Beamten zu kommentieren.

Sowohl

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