Vertrauen in die Evolution statt Tigermamas Kinderdrill

Politik | Rezension: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Der Kinderarzt Herbert Renz-Polster plädiert für eine Rückkehr der wilden Kindheit und schreibt wider den Frühförderungswahn

Erziehung ist eine wunderbare Spielwiese für Spekulanten.“ Jeder kann einfach behaupten, was ihm in den Kram passt, und findet trotzdem gläubige Anhänger, beklagt der deutsche Kinderarzt Herbert Renz-Polster. 2011 war es die "Tigermutter“ Amy Chua, die es mit "Die Mutter des Erfolgs. Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“ schaffte, verweichlichte Westler mit chinesischen Drillmethoden zu verunsichern; 2008 Michael Winterhoff, der sich mit "Wie unsere Kinder Tyrannen werden“ Bernhard Buebs "Lob der Disziplin“ aus dem Jahr 2006 anschloss.

Aber brauchen unsere Kinder wirklich mehr Disziplin? Wollen sie wirklich die Macht in der Familie übernehmen und "fordern“ sie deswegen ihre Grenzen ein? Müssen sie so früh wie möglich gefördert werden? Renz-Polster verneint alle diese Punkte - um auf die Stärken der Kinder hinzuweisen, die viel besser


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