FP-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein zeigt Unsinn für Humor

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Hans-Jörg Jenewein wollte einen Witz machen. Um ihn zu verstehen, muss man die Vorgeschichte kennen: SOS Mitmensch setzt sich gegen Diskriminierung ein. Manchmal versteckt sich die im Alltag, nämlich in Firmen- oder Speisenamen wie "Eskimo“, "Mohr im Hemd“ oder "Negerbrot“. Klingt harmlos, kann Menschen aber trotzdem beleidigen. Das sieht auch der Gastronomiefachverband der Wirtschaftskammer so. Er hat seinen Mitgliedern empfohlen, auf das diskriminierende Wort "Mohr“ in den Speisekarten zu verzichten. SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak freute sich über diesen Schritt in einer Aussendung.

Dem Freiheitlichen Jenewein gefiel das nicht. Er zählt diskriminierende Wörter zum westlichen Kulturgut. Launig konterte er: "Die angeblich beleidigenden Begriffe Zigeunerschnitzel und Mohr im Hemd will ausgerechnet ein Mann abschaffen, dessen Nachname klingt wie die Beschimpfung eines ganzen Volkes?“ SOS-Mitmensch-Sprecher Pollak, der "hauptberufliche Gutmensch“, solle seinen Namen ändern - "Alexander Mgombo etwa wäre sicher karrierefördernd.“

Jenewein ist seit 2006 Parteisekretär der FPÖ Wien. Die Landespartei legte 2010 um elf Prozentpunkte zu und bekam 26 Prozent. F


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