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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Der Theologe und Publizist Adolf Holl hat dem Augustin 1700 Euro geschenkt. Die Wiener Straßenzeitung hat damit etwas Spannendes gemacht, und zwar kesch, "das letzte österreichische Wirtschaftsmagazin“. Auf acht Seiten widmet sich das Obdachlosenblatt darin der Ökonomie von unten, also ganz anders, als man es in Zeiten von europäischen Rettungsschirmen und Schuldenschnitten kennt. In der Augustin-Wirtschaftsbeilage basteln sich die Menschen ihre eigenen Rettungsschirme, um von der Weltwirtschaft unabhängiger zu sein.

In Amsterdam schenken sie in "repaircafés“ alten Dingen neues Leben, im britischen Todmorden gibt’s überall Gemüse, das die Einwohner gratis pflücken dürfen. In Griechenland kehrt man zur Großfamilie zurück - weil sich kaum einer das Heizen leisten kann. Damit es nicht ganz so traurig ist, findet sich zum Abschluss noch eine Seite mit Tipps zum "Wiener Gratis-Untergrund“. Schade, dass kesch nur acht Seiten lang ist. F


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