Kinderbuch der Stunde

Über Kinder, die gern Bücher fressen

Feuilleton | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Die unglaubliche Geschichte von Henry, der gerne Bücher, ja, frisst, ist im Grunde schnell erzählt. Eines Nachmittags - er war von einer notdurftverrichtenden Katze abgelenkt - leckt er anstatt seines Eislutschers versehentlich den dicken Rücken des Telefonbuchs und verspürt in der Folge eine merkwürdig anmutende Lust am tatsächlichen Verzehr von Büchern. Ungläubig, aber neugierig probierte er zunächst ein Wort, dann einen Satz, dazu gesellt sich eine ganze Seite, bis mittwochs ein ganzes Buch verschlungen ist. "Henry mochte alle Arten von Büchern: Romane, Lexika, Atlanten, Witzbücher, Sachbücher, sogar Mathebücher. Aber rote Bücher mochte er am liebsten.“

So geht das nun schon eine Weile, und das Coole daran ist, dass Henry mit jedem einverleibten Buch smarter wird - smarter sogar als die Lehrerin mit der dicken Brille.

Der in Belfast lebende Kinderbuchautor Oliver Jeffers ist ein Meister des dargestellten Blicks. Zwei exakt platzierte Punkte genügen, um dem figürlichen


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