Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (56)

Stadtleben | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Frau Ö. fragt, ob sie ein Thermenbesuch zu einer Intimzonenrasur verpflichtet beziehungsweise wie viel Schambehaarung der Frau von heute gestattet ist?

Liebe Frau Ö., die Frau von heute ist kahl. Und zwar rundum, mit Ausnahme des Hauptes - dort wird mit Extensions und Haarteilen Üppigkeit geschummelt. Am restlichen Körper wird jedoch pränatale Nullbehaarung imitiert. Auch wenn es heutige Twens glauben möchten, war das nicht immer so: Ein Blick in 1980er-, 1990er-Jahre-Pornos ist eine überaus haarige Angelegenheit und kann mitunter richtiggehend verstören. Damals konnte man Blondinen, Rot- und Schwarzhaarige - ohne ihre Köpfe zu sehen - unterscheiden. Heute völlig undenkbar! Schamhaare gelten als unhygienisch, altmodisch und affig. Wenn Sie nun Ihre Schamhaarfrisur als Wiedererkennungsmerkmal nutzen möchten, nur Mut! Nur, wappnen Sie sich gegen entsetzte Blicke. F

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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