Heidi List  Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Axel

Kolumnen | aus FALTER 11/12 vom 14.03.2012

Wer gerade auf der Suche nach einem Namen ist, einem neuen für sich selber etwa oder aber auch für ein Kind, dem sei das Buch "Schnacksel nie mit einem Axel“ empfohlen. Der Autor Clemens Beöthy bekommt aufgrund seiner wissenschaftlich fundierten Ausführungen wahrscheinlich mehrere Nobelpreise, die für Literatur, Medizin und für - zwischenmenschliche - Chemie. So ist also laut dem deutschen Beziehungscoach ein Axel ein Pascha, ein Matthias ein jammerndes Weichei ("der sterbende Schwan“) und Mirko ist Beziehungsphobiker. Harald ist angenehm, aber öde.

Ein Mädchen sollte unbedingt Tina heißen. Eine Tina nämlich steht auf "tiefe Erkundungsbohrungen und schreit laut“. Im Gegensatz zur ungünstigen Manuela, die auf Demütigungen abfährt. Oder die fade Christiane, die so Grässliches wie Vertrauen und Zeit beim Sex bevorzugt. Melanie braucht kein Vorspiel. Auch kann man den Namen seines aktuellen Partners nachschlagen und sieht sich immer und zu hundert Prozent in der eigenen Wahrnehmung bestätigt. Tolles Buch. Wichtiges Buch. Kann ich jedem empfehlen, der es unten aus unserem Altpapiercontainer kramt. F


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