Das Mobbing der Moslems

Politik | Analyse: Christoph Hofinger | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Moslemhetze vereint Europas Rechtspopulisten, die politische Mitte ist ratlos

Daheim in Frankreich, holte Marine Le Pen nach ihrer Ballnacht in der Wiener Hofburg schnell der politische Kater ein. Mit Vorwürfen wegen ihrer Teilnahme am Wiener Korporations-Ball konfrontiert, veröffentlichte sie schnell eine offizielle Erklärung. Den Vorwurf ewiggestriger Gesinnung sollte darin unter anderem das Argument entkräften, dass selbst Theodor Herzl, der Vater des modernen Zionismus, ein Burschenschafter gewesen sei.

Der Antisemitismus ihres Vaters Jean-Marie Le Pen ist für seine Tochter längst obsolet geworden. Das Feindbild Marine Le Pens, Kandidatin des Front National für die kommende Präsidentschaftswahl, sind die französischen Moslems, die sie mit den Besatzern im Zweiten Weltkrieg verglich.

Sie agiert hier im internationalen Gleichschritt: Die meisten rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien Europas sind zu dem Schluss gekommen, dass "die Ausländer“ als Kampagnenaufreger nicht


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