Die rosa Antikapitalisten und ihre Feinde

Politik | Analyse: Ruth Eisenreich | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Die Aufregung um das Café Rosa wirft Licht auf die Probleme der Österreichischen Hochschülerschaft

So viel Aufregung gibt es selten, wenn ein Café seine Öffnungszeiten ändert. Sämtliche großen Tageszeitungen und der ORF berichten, ein FPÖ-Bezirksrat verfasst gar eigens eine Presseaussendung.

Was ist passiert? Die grün-rot-kommunistisch regierte ÖH Uni Wien hat 443.000 Euro - ein Viertel ihres Jahresbudgets - in ein Café investiert, das sich nach weniger als einem Jahr als unwirtschaftlich erwiesen hat.

Bei 91.000 Studenten der Uni Wien macht das knapp fünf Euro pro Student. Zum Vergleich: Im Jahresvoranschlag 2011/12 der Bundes-ÖH waren 272.000 für Tutorien und 239.000 Euro für die Unterstützung von Studierenden in finanziellen Notlagen eingeplant.

Die Ansprüche an das Café Rosa in der Währinger Straße, nur wenige Minuten von der Uni entfernt, waren hoch: Es sollte nicht nur ein Raum sein, in dem Studierende sich ohne Konsumzwang zu Referatsbesprechungen treffen können,


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